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Schweizer Bank vom 20.12.2006 Christian Brand, 2781 Zeichen |
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| Geldanlage für Profisportler: Wohin mit den Millionen? |
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| Profisportler sind jung, erfolgreich und verdienen in frühen Jahren sehr viel Geld. Doch wie legen sie es an? Wie die Banken auf diese spezielle Kundschaft reagieren. |
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Einige Profisportler verdienen in ihrer kurzen Karriere viel Geld. Doch wenn es um Finanzberatung geht, gelangen sie oft in die falschen Hände. Das sagt Udo Scharinger*, ein privater Vermögensverwalter, der «aus Angst vor zu viel Laufkundschaft» seinen Namen nicht gedruckt sehen möchte. Der ehemalige Direktor einer Schweizer Grossbank betreut rund 50 Kunden, darunter auch zwei Spitzensportler mit einem Einkommen von über einer Million Franken pro Jahr. «Es gibt viele schwarze Schafe», im Bereich der Sportagenten, sagt er über seine Branche. «Nachdem Verträge unterschrieben sind, lassen sie die Klientel hängen.»
Aber gerade Sportler sind auf intensive Beratung angewiesen. Denn ihre Lebenssituation kann sich zum Beispiel durch eine schwere Verletzung schlagartig ändern. «Da muss man flexibel sein punkto Risikoeinschätzung», meint Udo Scharinger, der Profisportlern eher konservative Anlagen empfiehlt: Immobilien und Obligationen. Gerade für junge Menschen, denen bei Monatsgehältern um die 80000 Franken «das Gefühl für Geld fehlt», meint Scharinger, seien solche Anlagen sinnvoller als gewagte Spekulationen.
Aber nicht nur die privaten Berater stehen Schlange bei den Sportlern. Bei den meisten Banken gehört diese Kundschaft zwar generell zur Sparte «Private Banking». Die Credit Suisse allerdings hat darin eine Task-Force VIP freigestellt, wo Künstler und Profisportler betreut werden. «Der Mehrwert unseres Angebots beruht vor allem auf dem umfassenden Netzwerk von Spezialisten, auf das wir zurückgreifen können», sagt Henri Berchtold, Direktor Private Banking in Genf.
Spezialisten-Netz der Credit Suisse
In diesem Netzwerk sind Sportanwälte, Versicherungsexperten Immobilienmakler, Marketingberater und Spezialisten für die berufliche Neuorientierung integriert.
Noch weiter als der Sponsor der Schweizer Fussballnati geht die AIG Private Bank. Dort existiert seit einem Jahr ein Lifecycle-Management, das sich ausschliesslich auf Profisportler spezialisiert hat. «Unser Hauptaugenmerk gilt Sportarten wie Fussball, Golf, Tennis, Eishockey und Motorsport», sagt Markus Mühlemann vom Special Clients Desk. Zu ihren langjährigen Kunden zählt zum Beispiel die Eiskunstläuferin Sarah Meier.
Das Besondere an der AIG: Sie haben gezielt ehemalige Spitzensportler als Mitarbeiter eingestellt. «Die haben einen leichteren Zugang zu diesen potenziellen Kunden», erklärt Markus Mühlemann. Doch der Erstkontakt entsteht häufig über die Agenten der Athleten oder die Clubs und Verbände. Und auch hier will die Schweizer Bank an der Quelle sein. Seit diesem Jahr ist AIG Hauptsponsor beim englischen Fussballclub Manchester United. Das Engagement von AIG ist logisch. «ManU» gehört zur den fünf reichsten Fussballclubs der Welt.
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